Ratgeber · Geldgeschenke
Geldgeschenke für Kinder: aus Geburtstagsgeld wird ein Lernmoment.
Oma steckt einen Schein zu, der Pate auch. Mit ein paar einfachen Schritten wird aus dem Geldgeschenk mehr als nur ein voller Geldbeutel.

Was tun mit dem Geldgeschenk vom Kind?
Teilt das Geldgeschenk gemeinsam mit eurem Kind auf: ein Teil zum Sparen, ein kleiner Teil zum Spenden, der Rest zum Ausgeben. Aus dem Sparteil finanziert ihr ein konkretes Sparziel, zum Beispiel ein Lego-Set. So wird aus dem Geld ein Plan, kein Strohfeuer.
Geldgeschenke auf die drei Töpfe aufteilen
Das Drei-Spardosen-Prinzip macht ein Geldgeschenk greifbar. Statt einer großen, unklaren Summe entstehen drei kleine Aufgaben. Euer Kind sieht sofort, wohin das Geld wandert.
Setzt euch zusammen und legt die Töpfe fest. Bei einem Geschenk von 30 € kann die Aufteilung so aussehen:
- Sparen: 15 € wandern in die Spardose, fürs Sparziel.
- Spenden: 3 € für etwas, das eurem Kind am Herzen liegt.
- Ausgeben: 12 € für einen Wunsch, der jetzt zählt.
Die Zahlen sind nur ein Beispiel. Lasst euer Kind mitreden, das macht den Unterschied. Wichtig ist die feste Reihenfolge: erst Sparen, dann Spenden, dann Ausgeben. Warum auch das Spenden von klein auf dazugehört, liest du in unserem Ratgeber.
Ein Sparziel daraus machen
Ein Sparziel verwandelt Warten in Vorfreude. Fragt euer Kind, worauf es sich freut. Das kann ein Spielzeug sein, ein Ausflug oder ein Buch.
Schreibt das Ziel auf und klebt ein Bild davon an die Spardose. Jedes Mal, wenn etwas dazukommt, rückt das Ziel näher. So begreift euer Kind: Sparen lohnt sich, weil am Ende etwas Schönes wartet.
Bei größeren Geschenken könnt ihr das Sparziel auch über mehrere Anlässe füllen. Geburtstagsgeld plus Weihnachtsgeld bringen das Wunschrad oft schneller ins Rollen als gedacht.
Darf mein Kind sein Geschenkgeld selbst ausgeben?
Ja. Geschenktes Geld gehört rechtlich eurem Kind. Geregelt ist das im Taschengeldparagraph (§ 110 BGB).
Kurz gesagt: Bezahlt euer Kind etwas vollständig mit seinem eigenen Geld, ist der Kauf gültig, auch ohne eure Unterschrift. Das gilt ab 7 Jahren. Für teure Käufe, Raten oder Verträge braucht es weiterhin eure Einwilligung.
Eure Rolle ist begleiten, nicht bestimmen. Helft beim Aufteilen, redet über Wünsche, lasst aber die Entscheidung beim Kind. Auch ein Fehlkauf ist ein wertvoller Lernmoment.
Tipps für Oma, Opa und Paten
Wer schenkt, möchte Freude machen und etwas Sinnvolles tun. Beides geht zusammen. Diese Ideen machen aus einem Schein ein Erlebnis:
- Betrag plus Spardose schenken: So hat das Geld sofort ein Zuhause und einen Zweck.
- Gutschein fürs Sparziel: Legt etwas zum Wunsch des Kindes dazu, das motiviert beim Weitersparen.
- Gemeinsam einzahlen: Geht zusammen zur Spardose und steckt das Geld feierlich hinein.
- Über Geld sprechen: Erzählt, wofür ihr selbst spart, Kinder lernen am Vorbild.
FAQ
