Ratgeber · Spenden & Teilen

Teilen, das von Herzen kommt.

Geld ist nicht nur zum Ausgeben und Sparen da. Der dritte Topf, Teilen, zeigt deinem Kind: Helfen fühlt sich gut an.

  • Ab 5 Jahren
  • Freiwillig statt verordnet
Kinderhände halten Münzen mit einem Zettel „Make a change“, Teilen und Spenden.

Wie bringe ich meinem Kind Teilen bei?

Mach das Teilen sichtbar und freiwillig: ein eigener Teilen-Topf, in den ein kleiner fester Anteil wandert. Dein Kind entscheidet selbst, wem es hilft, so wird Geben zur schönen Gewohnheit statt zur Pflicht.

Der dritte Topf

Warum „Teilen“ dazugehört.

Im Drei-Spardosen-Prinzip hat Geld drei Aufgaben: Sparen, Spenden und Ausgeben. Der Teilen-Topf macht früh erfahrbar, dass Geld auch Freude für andere bedeuten kann, ein Wert, der bleibt.

1. Der Teilen-Topf

Stell neben Ausgeben und Sparen ein drittes, durchsichtiges Glas. Bei jedem Taschengeld wandert ein kleiner Anteil (z. B. 10 %) hinein. Dein Kind sieht, wie das „Gute“ wächst.

2. Gemeinsam entscheiden, wohin

Lass dein Kind selbst wählen: das Tierheim, ein Spendenprojekt, ein Kind, dem es helfen möchte. Was es kennt, berührt es mehr. Die eigene Wahl macht das Spenden bedeutsam.

3. Auch ohne Geld teilen

Teilen ist mehr als Geld: ein Spielzeug abgeben, das nicht mehr gebraucht wird, oder Zeit schenken. Gerade jüngere Kinder begreifen Großzügigkeit über Dinge leichter als über Münzen.

4. Vormachen statt predigen

Kinder ahmen nach. Wenn sie sehen, dass ihr selbst gebt, Pfand spenden, etwas verschenken oder helfen, wird Teilen normal. Ein kurzer Satz dazu („Das tut gut, oder?“) genügt.

Wie viel sollte mein Kind spenden?

Es gibt keine feste Regel. Schon ein kleiner, sichtbarer Anteil aus dem Spenden-Topf reicht völlig. Im Drei-Spardosen-Prinzip sind das oft rund 10 Prozent. Entscheidend ist nicht der Betrag, sondern die Geste. Dein Kind erlebt: Geben fühlt sich gut an. Lass es selbst wählen, wie viel passt.

Spenden-Ideen, die Kinder verstehen

  • Etwas Geld ans Tierheim geben, am besten dort, wo Hunde und Katzen warten.
  • Bei der Tafel helfen oder Lebensmittel für sie einkaufen.
  • Gut erhaltene Kleidung und Spielsachen an andere Kinder weitergeben.
  • Für ein konkretes Projekt sammeln, das dein Kind kennt, etwa den Spielplatz oder die Schule.
  • Einen kleinen Kuchenverkauf machen und das Geld für einen guten Zweck spenden.
  • Eine Patenschaft übernehmen, zum Beispiel für ein Tier oder ein Kind.

Spenden je nach Alter

Mit 5 Jahren

In diesem Alter zählt das Greifbare. Dein Kind gibt lieber ein Spielzeug ab als Münzen. Mach das Geben sichtbar: gemeinsam eine Kiste packen und persönlich abgeben. So spürt dein Kind die Freude des anderen ganz direkt. Das Verstehen kommt später, das gute Gefühl jetzt.

Mit 7 Jahren

Jetzt klappt bewusstes Spenden mit Geld. Dein Kind kann selbst entscheiden, wohin der Spenden-Topf wandert. Wähle etwas, das es kennt, etwa das Tierheim aus dem Ort. Wenn dein Kind das Ziel sieht, wird das Geben echt. Sprecht kurz darüber, wem ihr damit helft.

Mit 9 Jahren

Mit neun versteht dein Kind das Warum dahinter. Es kann einen Zweck vergleichen und begründen, warum er ihm wichtig ist. Lass es ein eigenes Projekt aussuchen und mitplanen, etwa einen Kuchenverkauf. So wird aus Spenden eine bewusste Entscheidung, die dein Kind stolz macht.

Der Teilen-Topf ist Teil des Drei-Spardosen-Prinzips. Wie dein Kind den Spar-Topf füllt, steht unter Kindern Sparen erklären.

Ausgeben

Für den kleinen Wunsch von heute.

Sparen

Für den großen Traum von morgen.

Teilen

Für andere, das fühlt sich gut an.

Kerstin Franz und Isabelle Nägele, die Gründerinnen von Millemaus.

Die Gründerinnen von Millemaus

Isabelle & Kerstin

Warum wir machen, was wir machen.

Als Kinder haben wir selbst keinen bewussten Umgang mit Geld gelernt. Heute sind wir Mamas und möchten, dass es die nächste Generation leichter hat. Deshalb gibt es Millemaus.

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FAQ

Häufige Fragen zu Teilen & Spenden

Ab welchem Alter können Kinder teilen lernen?
Erste Erfahrungen ab etwa 4 bis 5 Jahren. Bewusst spenden, also einen Teil des eigenen Geldes abgeben, verstehen Kinder ab 6 bis 7 Jahren, wenn es sichtbar und freiwillig bleibt.
Wie viel sollte mein Kind spenden?
Eine kleine, feste Quote genügt, im Drei-Spardosen-Prinzip etwa 10 %. Wichtiger als der Betrag ist die Regelmäßigkeit und dass dein Kind selbst entscheidet, wohin.
Sollte man Geld oder Sachen spenden?
Beides wirkt. Für kleine Kinder sind Sachspenden (ein Spielzeug abgeben) oft greifbarer. Mit dem Teilen-Topf kommt später das Geldspenden dazu, am besten an etwas, das dein Kind kennt.