Ratgeber · Taschengeld

Taschengeld 2026: ab welchem Alter, und wie viel?

Die kurze Antwort: spätestens zum Schulanfang. Hier ist die Tabelle mit Richtwerten, und das, was wichtiger ist als der Betrag.

  • DJI-Richtwerte (Stand 2025)
  • Für 4 bis 18 Jahre
Kinderhände halten Münzen und einen Geldschein.

Richtwerte

Die Taschengeld-Tabelle 2026.

Diese Richtwerte orientieren sich an den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Sie sind kein Gesetz. Wichtiger als der Betrag ist die Regelmäßigkeit.

AlterEmpfohlenes Taschengeld
unter 6 Jahre1 bis 2 € pro Woche
6 bis 7 Jahre2 bis 3 € pro Woche
8 bis 9 Jahre3 bis 4 € pro Woche
10 bis 11 Jahre15 bis 25 € pro Monat
12 bis 13 Jahre20 bis 30 € pro Monat
14 bis 15 Jahre25 bis 45 € pro Monat
16 bis 17 Jahre40 bis 60 € pro Monat*
ab 18 Jahre55 bis 75 € pro Monat*

* ab 16 Jahren für Jugendliche, die wirtschaftlich noch von den Eltern abhängig sind (z. B. Schüler:innen). Quelle: Chabursky/Langmeyer (2025) für das Deutsche Jugendinstitut (DJI), Empfehlungen 2025.

Wie viel passt zu eurem Budget? Der interaktive Taschengeldrechner zeigt dir die Spanne pro Alter und teilt den Betrag automatisch in Sparen, Spenden und Ausgeben auf.

Wie viel Taschengeld pro Alter?

Die Tabelle zeigt Spannen. Hier die kurze Antwort für die häufigsten Altersstufen, jeweils nach den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) von 2025.

Wie viel Taschengeld mit 6 Jahren?

Mit 6 Jahren, meist zum Schulanfang, sind 2 bis 3 € pro Woche empfohlen. Zahl das Taschengeld wöchentlich und am gleichen Tag aus, eine Woche kann ein Kind in diesem Alter gut überblicken. Wichtiger als die Höhe ist, dass es verlässlich kommt.

Wie viel Taschengeld mit 7 Jahren?

Mit 7 Jahren bleibt es bei 2 bis 3 € pro Woche. Ab jetzt greift der Taschengeldparagraph (§ 110 BGB): Was dein Kind komplett vom eigenen Geld bezahlt, darf es selbst kaufen. Lass es im Rahmen seines Taschengelds frei entscheiden.

Wie viel Taschengeld mit 8 Jahren?

Mit 8 Jahren empfiehlt das DJI 3 bis 4 € pro Woche, weiterhin wöchentlich. Jetzt klappt das Sparen auf ein kleines Ziel schon gut. Teilt das Geld gemeinsam auf: etwas sparen, etwas spenden, der Rest zum Ausgeben. Wie du deinem Kind das Sparen kindgerecht erklärst, zeigen wir dir in einem eigenen Ratgeber.

Wie viel Taschengeld mit 9 Jahren?

Mit 9 Jahren sind 3 bis 4 € pro Woche üblich. Es ist das letzte Grundschuljahr mit wöchentlicher Auszahlung. Übe mit deinem Kind, kleine Beträge über mehrere Wochen anzusparen, das bereitet auf die monatliche Auszahlung ab 10 vor.

Wie viel Taschengeld mit 10 Jahren?

Mit 10 Jahren steigt der Richtwert auf etwa 15 bis 25 € pro Monat. Jetzt lohnt die Umstellung von wöchentlicher auf monatliche Auszahlung, das übt das Einteilen über längere Zeit. Ein Taschengeld-Vertrag hält die Abmachung fest.

Wie viel Taschengeld mit 11 Jahren?

Mit 11 Jahren empfiehlt das DJI 15 bis 25 € pro Monat (Stand 2025). Jetzt klappt die monatliche Auszahlung gut. Dein Kind übt, einen größeren Betrag über vier Wochen einzuteilen. Hilf ihm, das Geld in Sparen, Spenden und Ausgeben aufzuteilen, so reicht es bis zum Monatsende.

Wie viel Taschengeld mit 12 Jahren?

Mit 12 Jahren empfiehlt das DJI 20 bis 30 € pro Monat. Jetzt kann Taschengeld erste feste Ausgaben wie Handy-Guthaben abdecken (Budgetgeld). Sprecht ab, was davon bezahlt wird, so wächst die Eigenverantwortung Schritt für Schritt.

Wie viel Taschengeld mit 13 Jahren?

Mit 13 Jahren sind 20 bis 30 € pro Monat üblich (Stand 2025). In diesem Alter spart dein Kind oft auf größere Wünsche wie Spiele oder ein Konzertticket. Sprecht ab, welche kleinen Ausgaben es selbst übernimmt. So lernt es, langfristig zu planen statt alles sofort auszugeben.

Wie viel Taschengeld mit 14 Jahren?

Mit 14 Jahren empfiehlt das DJI 25 bis 45 € pro Monat (Stand 2025). Die Spanne ist breit, weil Jugendliche jetzt sehr unterschiedlich viel selbst bezahlen. Legt gemeinsam fest, was vom Taschengeld kommt und was nicht. Eigene Entscheidungen über Geld gehören jetzt fest zum Alltag dazu.

Wie viel Taschengeld mit 15 Jahren?

Mit 15 Jahren bleibt es bei 25 bis 45 € pro Monat (Stand 2025). Dein Kind trifft jetzt viele Kaufentscheidungen allein und denkt weiter voraus. Ein eigenes Budget für Kleidung oder Ausgehen kann sinnvoll sein. Lass es selbst haushalten, auch wenn am Monatsende mal nichts mehr übrig ist.

Wie viel Taschengeld mit 16 Jahren?

Mit 16 Jahren empfiehlt das DJI 40 bis 60 € pro Monat (Stand 2025), sofern dein Kind wirtschaftlich noch von euch abhängig ist. Jetzt kommen oft feste Posten wie Handyvertrag oder Fahrtkosten dazu. Mehr Geld bedeutet mehr Verantwortung, ein gemeinsames Budgetgespräch hilft, den Überblick zu behalten.

Wöchentlich oder monatlich?

Bis etwa 9 Jahre: wöchentlich. Eine Woche kann ein Kind überblicken, einen Monat nicht. Ab etwa 10 Jahren darf es auf monatlich umstellen, das übt Einteilen über längere Zeit.

Wichtiger als der Betrag: drei Regeln

  • Regelmäßig zahlen. Gleicher Tag, gleicher Betrag, ohne Erinnern-Müssen.
  • Zur freien Verfügung. Das Kind entscheidet. Auch Fehlkäufe sind Lernen.
  • Keine Erziehungswährung. Kein Streichen als Strafe, kein Aufstocken als Belohnung.

Kein Vorschuss, kein Nachschlag

Die wichtigste Regel beim Taschengeld: Ist das Geld vor dem nächsten Mal weg, wird nichts vorgestreckt. Dein Kind wartet bis zur nächsten Auszahlung. Das klingt streng, ist aber der ganze Trick. Nur so merkt dein Kind, dass Geld endlich ist.

Halte das ruhig durch, auch wenn es schwerfällt. Ein leeres Portemonnaie am Mittwoch ist kein Drama, sondern eine Lektion. Dein Kind lernt, vorauszuplanen und einzuteilen. Genau diese Erfahrung macht später den Unterschied.

Budgetgeld: wenn Taschengeld mitwächst

Je älter dein Kind wird, desto mehr darf es selbst übernehmen. Beim Budgetgeld (manche sagen Etat) bekommt es zusätzlich Geld für feste Ausgaben und verwaltet diese eigenständig. So wächst die Eigenverantwortung Schritt für Schritt mit.

Sprecht vorher genau ab, was vom Budgetgeld bezahlt wird. Schreibt es am besten auf. Typische Posten, die ältere Kinder selbst regeln können:

  • Handy-Guthaben oder den Handyvertrag
  • Ausgehen mit Freunden, Kino, Eisdiele
  • einen Teil der Kleidung, zum Beispiel das Lieblings-Shirt
  • Hobbys und kleine Freizeitkosten
  • Geschenke für Freunde und Familie

Taschengeld als Belohnung oder Strafe?

Koppel Taschengeld nicht an Noten oder ans Aufräumen. Wird es gestrichen oder erhöht, lernt dein Kind Verhandeln statt Haushalten. Feste Aufgaben im Haushalt gehören einfach dazu, dafür gibt es kein Geld. Den eigenen Teller wegräumen ist normal, kein bezahlter Job.

Für besondere Extra-Aufgaben darfst du gern etwas zahlen, etwa das Auto waschen oder den Keller mit ausräumen. Das ist freiwillig und kommt obendrauf. Für gute Noten gibt es Lob und gemeinsame Zeit, das wirkt mehr als Geld.

Wann hört Taschengeld auf?

Taschengeld endet, wenn dein Kind sein eigenes Geld verdient und finanziell auf eigenen Beinen steht, etwa durch Ausbildung oder ersten Job. Ein festes Alter gibt es dafür nicht. Solange dein Kind in Schule oder Ausbildung wirtschaftlich von euch abhängig ist, bleibt Taschengeld sinnvoll.

Auch die DJI-Richtwerte denken das mit: Die Empfehlung ab 16 Jahren gilt nur für Jugendliche, die noch von den Eltern abhängig sind. Wer schon selbst verdient, braucht kein Taschengeld mehr, sondern lernt am eigenen Einkommen weiter.

Der Taschengeld­paragraph: Was Kinder selbst kaufen dürfen

Ein wenig bekannter Vorteil: Taschengeld gehört rechtlich deinem Kind. Geregelt ist das im sogenannten Taschengeldparagraph (§ 110 BGB).

Kurz gesagt: Bezahlt dein Kind etwas mit seinem eigenen, frei überlassenen Geld, ist der Kauf gültig, auch ohne deine Unterschrift. Voraussetzung: Es zahlt sofort und vollständig.

  • Erlaubt: ein Comic, ein Eis, ein kleines Spielzeug vom eigenen Taschengeld.
  • Nur mit Eltern: Ratenkäufe, teure Verträge oder Abos.
  • Gilt ab 7 Jahren: Jüngere Kinder gelten als geschäftsunfähig, hier entscheidet ihr mit.

Für dich heißt das: Lass dein Kind im Rahmen seines Taschengelds wirklich selbst entscheiden. Genau diese Freiheit macht Taschengeld zum Lernmittel. Quelle: § 110 BGB.

Und wohin mit dem Taschengeld? Mit dem Drei-Spardosen-Prinzip lernt dein Kind, es klug aufzuteilen, der Taschengeld-Vertrag macht den Fortschritt sichtbar.

Der nächste Schritt

Taschengeld einteilen, kinderleicht.

Drei Gläser, drei Aufgaben: Sparen, Spenden, Ausgeben. Die Millemaus Buch-Spardose macht daraus eine Gewohnheit fürs Leben.

Kerstin Franz und Isabelle Nägele, die Gründerinnen von Millemaus.

Die Gründerinnen von Millemaus

Isabelle & Kerstin

Warum wir machen, was wir machen.

Als Kinder haben wir selbst keinen bewussten Umgang mit Geld gelernt. Heute sind wir Mamas und möchten, dass es die nächste Generation leichter hat. Deshalb gibt es Millemaus.

Mehr über uns

FAQ

Häufige Fragen zum Taschengeld

Ab welchem Alter sollte ein Kind Taschengeld bekommen?
Spätestens zum Schulanfang, also mit etwa 6 Jahren. Viele Familien starten schon mit 4 bis 5 Jahren mit kleinen Beträgen, sobald das Kind Interesse an Geld zeigt. Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt einen frühen Start, weil Kinder den Umgang mit Geld nur durch eigenes Ausprobieren lernen.
Wöchentlich oder monatlich auszahlen?
Bis etwa 9 Jahre wöchentlich. Ein Monat ist für jüngere Kinder nicht überschaubar, eine Woche schon. Ab etwa 10 Jahren kannst du auf monatliche Auszahlung umstellen, das übt das Einteilen über längere Zeit. Wichtig ist vor allem, dass es verlässlich am gleichen Tag kommt.
Darf ich Taschengeld als Strafe streichen oder als Belohnung erhöhen?
Besser nicht. Taschengeld ist ein Lernmittel, keine Erziehungswährung. Wird es an Verhalten oder Noten gekoppelt, lernt das Kind Verhandeln statt Haushalten. Für gute Noten wirken Lob und gemeinsame Zeit mehr. Feste Aufgaben im Haushalt gehören einfach dazu, dafür gibt es kein Geld.
Muss mein Kind vom Taschengeld etwas Bestimmtes kaufen?
Nein. Taschengeld ist Geld zur freien Verfügung, nur so kann dein Kind eigene Entscheidungen üben. Schulsachen und Kleidung bleiben Elternsache. Auch ein Fehlkauf gehört dazu, denn aus einem leeren Portemonnaie am Mittwoch lernt dein Kind mehr als aus jeder Ermahnung.
Was ist der Taschengeldparagraph (§ 110 BGB)?
Er besagt: Bezahlt dein Kind etwas vollständig mit seinem eigenen Taschengeld, ist der Kauf wirksam, auch ohne Zustimmung der Eltern. Das gilt ab 7 Jahren, jüngere Kinder gelten als geschäftsunfähig. Für Ratenkäufe, Abos oder teure Verträge braucht es dagegen weiterhin eure ausdrückliche Einwilligung.